MAXIMALE RECHENLEISTUNG AUF KLEINSTEM RAUM
Projekt Mittelhessischen Druck- und Verlagsgesellschaft (MDV)
Maximale Rechenleistung auf kleinstem Raum
 
„Wir haben unsere IT virtualisiert. Da brauchen wir nicht sehr viel Platz für die Server“, Roman Szimanski, bei der Mittelhessischen Druck- und Verlagsgesellschaft (MDV) für die EDV-Organisation zuständig, ist begeistert. Dank eines individuellen Lehmann Schranksystems konnte er ein Backup-Rechenzentrum auf geringstem Raum realisieren.
 
Der Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft investiert in die Zukunft: Aus dem Verlagshaus mit Schwerpunkt Druck wird ein modernes Medienunternehmen, das mehr als 1.000 Mitarbeiter beschäftigt. Das ist wichtig, denn durch das Internet wandeln sich die Geschäftsmodelle und die Verlagsbranche muss sich den Anforderungen des Marktes schnell anpassen. Mit den Tageszeitungen Gießener Allgemeine, Alsfelder Allgemeine und Wetterauer Zeitung die eine Zielgruppe von 185.000 Lesern erreichen. Mit jobs-in-mittelhessen.de betreibt die MDV das größte Stellenportal der Region.
 
Neben Gebäude und Druckmaschinen wurde auch die IT erneuert. Ein neues Verlagssystem von HUP und eine Siemens OpenScape Office wurden installiert, ein Backup-Rechenzentrum eingerichtet. Generalunternehmer des Projekts war das auf Infrastruktur und Security spezialisierte Systemhaus Media Secure aus Frankfurt.
Eine besondere Herausforderung bildete der für das Rechenzentrum vorgesehene Raum, ein ehemaliges Büro. Der Boden musste verstärkt, das Fenster zugemauert und verputzt werden. Aufgrund der gegebenen Räumlichkeiten hat die Schranklösung zwei Besonderheiten: Klimatisierung und Brandschutz.
„Wir mussten äußerst effizient das Rack und gleichzeitig den Raum redundant kühlen und zusätzlich gegen Brände schützen“, erläutert Lehmann Geschäftsführer Gerd Hofmann. Für eine Einhausung der Schränke war der Raum zu eng. Aus diesem Grund kombinierten die Lehmann Ingenieure die klassische Form der Reihen- und Seitenkühlung. Ebenso effizient wie bei einer Seitenkühlanlage wird die warme Luft im rückseitigen Bereich aus den hinten geschlossenen Schränken angesaugt und gekühlt vorne in den Raum abgegeben. Somit werden die nach vorne offenen Schränke nach dem Prinzip der Raumkühlung mit Kaltluft versorgt. Eine kostengünstige Lösung, denn die geforderte separate Raumkühlung wird damit überflüssig.
Dass bei einem Druckereibetrieb auf den Brandschutz besonderes Augenmerk gerichtet wird, liegt auf der Hand. Und so spielte bei der Ausstattung das Brandschutzkonzept eine wichtige Rolle. Das Löschgerät, eine Anlage des Lehmann Partners Wagner aus Hannover musste in diesem Fall aus bautechnischen Gründen in den Schrank integriert werden. „Im Brandfall erfolgt die sichere Löschung der IT durch eine eingebaute Anlage“, erklärt der zuständige Projektleiter bei Lehmann, Elko Prinz. Das hat mehrere Vorteile: Der Löschmittelverbrauch ist deutlich geringer, der Brand effizienter gelöscht und der Raum anschließend wieder schneller zu betreten, damit der Betrieb weiter gehen kann. Allerdings muss der Schrank nahezu luftdicht verschlossen sein, bevor der Löschvorgang beginnt.

 

Hier arbeiten Rack Monitor und Brandschutzlösung von Wagner Hand in Hand: Wenn die Anlage einen Brandalarm auslöst, schließen die in die vorderen Türen integrierte Brandschutzklappen die bisher offene Schrankfront, eine Lösung, die Lehmann für die Schränke aus der Brandschutztechnik entlehnt hat. Gleichzeitig wird das Klimagerät abgeschaltet. Dann kontrolliert der Rack Monitor, ob die Brandschutzklappen verschlossen sind. Dieses geschieht innerhalb von Sekunden, so dass zwischen Voralarm und Löschvorgang keinerlei Verzögerung auftritt. Nach einer Kontrollrückmeldung wird das Löschmittel eingebracht. Die Alarmbrandmeldeanlage ist zusätzlich bei der Feuerwehr aufgeschaltet und löst dort einen Alarm aus.
„Wir haben von Media Secure und Lehmann die ideale Lösung für unsere Vorgaben erhalten“, freut sich Roman Szimanski.